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Harfengeschmack und Glockenkonzert

Käsen ist Kunst

Käsen ist eine Kunst. Jeder Käsekenner weiß das, jeder Käsekönner bestätigt das. Wenn der Senner kein Käsekünstler ist, hilft kein Almparadies. Selbst wenn es am Millstätter See liegt, mit dem idealen Klima gesegnet ist und seit Jahrhunderten bewirtschaftet wird.

In der BIO-Heumilchkäserei "Kaslabn Radenthein" wird die "gelbe Palette" hergestellt.
In der BIO-Heumilchkäserei "Kaslabn Radenthein" wird die "gelbe Palette" hergestellt.

„Ohne das geht es aber auch nicht“, weiss Michael Kerschbaumer, der junge Senn der schon einige Sommer auf der Lammersdorfer Alm gekäst hat eher er die ersten Käselaibe in den Reiferaum der neuen BIO-Heumilchkäserei Kaslab´n Nockberge gebracht hat. Im "Brotberuf" ist er Biobauer der auf 1300m Seehöhe mit seiner Frau Ulla und seinem kleinen Sohn einen Biobauernhof betreibt und noch händisch die steilen Hänge mäht für Futter für seine Brillenschafe, Milchkühe und Milchziegen. Er will mit Rohmilchkäse eine neue Käsekultur nach Kärnten bringen. Und echt bleiben. „Bei uns sind im BIO-Heumilchkäse auch Wiesenblumen drin.“
Kerschbaumer kämpft für die Erhaltung kleinstrukturierter, nachhaltiger und vielfältiger Landwirtschaft und für Direktvermarktung. Unter seiner Federführung wurde Ende 2016 die BIO-Heumilchkäserei"Kaslabn Nockberge" eröffnet.

„Kaslab'n Nockberge“

Mirnockstraße 19
9545 Radenthein
T+43(0)4246 37500
info@kaslabn.at
www.kaslabn.at

Regionales zum Mitnehmen! Im Zentrum von Radenthein lädt die BIO-Heumilchkäserei zu Verkostung und Kauf der so genannten "gelben Palette".

Neben dem Management ist ihm auch das Käsen geblieben. „In der Kaslab´n produzieren wir die "gelbe Palette". Das kann er gut. Sehr gut sogar, für seinen drei Monate gereiften Lammersdorfer Bergkäse, den er im Almsommer 2014 produziert hat, erhielt er als erster Kärntner Käser bei der Internationalen Almkäseolympiade in Galtür eine Goldmedaille, die „Goldene Sennerharfe“.

Und auf der Lammersdorfer Alm? 100 Tage im Jahr ist dort jetzt ein anderer Käser im Einsatz und verarbeitet jeden Vormittag 600 Liter Milch zu Butter und Käse. Das Besondere, ist das Naturerlebnis, das er in Form von Käse mit jedem Almbesucher teilen kann. Besonders Kinderbesuch freut ihn. „Die kommen um 10 Uhr mit ihren Lehrern und im Urlaub mit ihren Eltern zum Almerlebnistag und verbringen mit mir einen ganzen Tag auf der Alm, mit dem Vieh. Und dann können sie sogar in kleinen Gläsern ihre eigene Butter erschütteln.“

  • Kaslabn Radenthein
    Schaukäserei und Verkaufsladen ...
  • Kaslabn Radenthein
    Ein Blick in die Produktionsräume ...
  • Kaslabn Radenthein
    In der Kaslabn Nockberge in Radenthein wird Bioheumilchkäse produziert.

Ein weiterer erfahrener Käsekünstler und „Naturverwerter“ ist Franz Glabischnig, ein Biobauer der ersten Stunde, der schon immer seine eigenen Ideen hatte. Er lebt auf einem Hof nahe Millstatt, wunderbar gelegen hoch über dem Millstätter See.

Und dann gibt es noch die Alexanderhütte, auf der im Sommer zwei Senner auf 15 Kühe schauen. Vier Monate sind seine Tiere auf der Alexanderalm. „Das ist Luxus für den Käse. Die vielen Kräuter, das schmeckt einfach ganz anders, als wenn man die Tiere mit Silage füttert.“ Auch der Speck, die Würste haben einen „Sommergeschmack“. Den wissen die Kunden zu schätzen, die bei seinem Stand auf Bauernmärkten Schlange stehen. Oder gleich direkt ab Hof einkaufen kommen.

Fleisch, Wurst, Speck, G'selchtes - und vor allem Käse. Unter acht verschiedene Sorten kann man wählen: von Schnittfrischkäse und Mozzarella bis Almkäse und Glundner Kas. Und Harber Kas aus Magermilch, eine Spezialität der Gegend, denn Franz Glabischnig hält viel auf Tradition. „Heute weiß man wieder das Kleine, Feine zu schätzen.“ Der Erfolg, die Begeisterung seiner Käsekunden, gibt ihm Recht.

„Heute weiß man wieder das Kleine, Feine zu schätzen, Spezialitäten der Gegend wie den Habn Kas, ein Käse aus Magermilch.“

Franz Glabischnig
Die Alexanderhütte auf der Millstätter Alpe mit traumhaften Panorama

Wo sind sie zu finden?

Almbutter
Brotaufstriche

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