
Mit zu den schönsten und bedeutendsten Renaissancebauten nördlich der Alpen zählt dieser Palazzo, der zu Recht der Stolz der Bevölkerung ist.
Im Zentrum Spittals gelegen, weist dieses architektonische Baudenkmal aus dem 16.Jahrhundert in eine historische Zeit zurück, in der der Markt Spittal mit seinem Schloss Porcia zahlreichen Geschlechtern als Residenz diente.
Es war am 10. März 1524, als Gabriel v. Salamanca, Finanzminister Kaiser Ferdinands I., die Grafschaft Ortenburg mit den dazugehörigen Besitzungen erwarb. In seinem Auftrag begannen hier im Jahre 1533 italienische Baumeister ein prachtvolles Kunstwerk, das allerdings erst im Jahre 1597/98 fertiggestellt wurde. Der Entwurf des Modells von Schloss Porcia stammt vermutlich von einem oberitalienischen Architekten aus dem Gebiet um den Comosee. Der Prunkbau weist Parallelen zum Schloss Belvedere in Prag, dem Schloss Trient sowie dem Khevenhüller Stadtpalais (heutiges Rathaus) aus.
Heute dient das Renaissance-Schloss Porcia mit seinem einzigartigen Arkadenhof und seinen weitläufigen Sälen als würdiger Rahmen für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Durch die Jahrhunderte hat sich im Schloss Porcia traditionell-fürstlicher Prunk mit modernem Kulturbewusstsein vereint.Museum für Volkskultur
Das Schloss Porcia beherbergt weiters u.a. das Museum für Volkskultur mit dem „Kärnten Panorama“, einer begehbaren, hochauflösenden Luftaufnahme im Maßstab 1:10.000, die dem Besucher das Gefühl gibt, 10.000 m über Kärnten zu schweben. Durch die Standlupe lässt sich am „Kärnten Panorama - I steh`drauf“ der Tags zuvor erwanderte Gipfel oder auch der Lieblingsplatz am Millstätter See betrachten.
Im Arkadenhof des Renaissancebaues finden im Sommer die Komödienspiele Porcia sowie der Internationale Chorwettbewerb statt.
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